„Vor allem das Rohrschweissen hat mich schon immer fasziniert.“
Als Anlagen- und Apparatebauer/-in EFZ bist du auf die Herstellung von Einzelapparaten und komplexen Anlagen aus Metall spezialisiert. Das Handwerk im Beruf Anlagen- und Apparatebauer/-in EFZ umfasst die Fertigung von Einzelteilen sowie den präzisen Zusammenbau. Das wichtigste Arbeitsmaterial dieser Berufsleute ist das Metall. Sie beherrschen vielfältige Trenn-, Umformungs- und Fügungstechniken.
Auf der Grundlage von Konstruktionszeichnungen schneiden sie flache Bleche auf die gewünschte Grösse zu und bringen sie durch Biegen und Walzen in die gewünschte Form. Für den Zusammenbau verwenden sie die gängigen Verbindungstechniken wie Schrauben, Nieten, Löten und Schweissen. Ihre Arbeit erfordert die Nutzung sowohl von Handwerkzeugen als auch von computergesteuerten Maschinen, die beispielsweise automatisierte Schweissprozesse steuern oder Bleche mit Laserpräzision zuschneiden.
Lehrdauer: 4 Jahre
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Hier findest Du einen typischen Arbeitstag im Lehrberuf, scrolle dich einfach vom Morgen zum Abend durch.
Technisches Verständnis, handwerkliche Begabung, räumliches Vorstellungsvermögen, Neigung zu grossräumiger und trotzdem exakter Arbeit, Interesse am Rechnen und an Geometrie
Die Modulinhalte sowie die Ausbildungsdauer sind auf den jeweiligen Lehrberuf abgestimmt.
Blockweise fachspezifische Ausbildung in der Lehrwerkstatt im aprentas Ausbildungszentrum Klybeck im Wechsel mit praktischer Ausbildung im Lehrbetrieb, in der Werkstatt und in Produktionsgebäuden
Besuch der Berufsfachschule Basel oder Muttenz. Wichtigste Fächer: Mathematik, Werkstoffkunde, Zeichenkunde, Fachkunde, Lern- und Arbeitsmethodik, Allgemeinbildung
Die aprentas-Mitgliedfirmen unterstützen grundsätzlich die Berufsmaturität während der Lehre (BM1).
Studium an einer Technikerschule zum Techniker TS; Studium an einer Fachhochschule zum Ingenieur FH
Bitte richte deine Bewerbung direkt an eine der oben aufgeführten Lehrfirmen. Wir empfehlen dir, vorher abzuklären, ob noch Lehrstellen frei sind.
Erhältlich bei den Lehrfirmen und bei der Berufsinformation aprentas: lehrstellen@aprentas.com oder Tel. 061 468 18 00
Als Anlagen- und Apparatebauer/-in bearbeitest du Werkstücke aus Metall mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen. Zum Beispiel schneidest du Bleche zu und montierst sie zu Baugruppen. Du biegst, schweisst, schleifst und polierst Rohre. Auch eine genaue Kontrolle gehört dazu: Du misst die Werkstücke und prüfst die Schweissnähte.
Als Anlagen- und Apparatebauer/-in solltest du ein gutes technisches Verständnis haben. Du solltest handwerklich begabt sein und brauchst ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Du solltest in der Lage sein, grossräumig und trotzdem exakt zu arbeiten. Je nach kantonalem Schulsystem ist der Abschluss der obligatorischen Schulzeit mindestens im mittleren Niveau der Sekundarschule erwünscht für eine Lehre in diesem Beruf. Zu den wichtigen Fächern in der Schule zählen Mathematik, insbesondere Geometrie, und MINT.
aprentas hat verschiedene Mitgliedfirmen, bei denen du dich für die vierjährige Lehre als Anlagen- und Apparatebauer/-in EFZ bewerben kannst. Du findest die Firmen mit aktuell offenen Lehrstellen sowie die Kontakte respektive Plattformen zum Einreichen deiner Bewerbung auf unserer Website. Macht deine Bewerbung in allen entscheidenden Punkten einen positiven Eindruck, wirst du in der Regel zu einem theoretischen Test eingeladen. Darauf folgen ein praktischer Teil und ein Bewerbungsgespräch. Wenn alles positiv verläuft, unterschreiben die verantwortliche Person von der Lehrfirma, du selbst und je nachdem auch deine Eltern/Erziehungsberechtigten den Lehrvertrag, und es kann losgehen mit deiner Ausbildung.
Die beiden Berufe sind verwandt – der Werkstoff Metall und Arbeitsverfahren wie zum Beispiel das Schweissen sind ihnen gemeinsam –, aber Metallbauer/-innen und Anlagen- und Apparatebauer/-innen stellen unterschiedliche Teile für unterschiedliche Zwecke her. Bei den Anlagen- und Apparatebauer/-innen sind es Apparate, Maschinen und Anlagen, zum Beispiel für die chemisch-pharmazeutische Produktion. Metallbauer/-innen hingegen stellen Metallteile von Gebäuden her und montieren sie. Dazu gehören Fassaden, Metallgerüste, Fenster, Türen, Geländer, Treppen oder Zäune. Auch das Umfeld ist anders; Metallbauer/-innen arbeiten oft auf Baustellen.
Für die Arbeit als Anlagen- und Apparatebauer/-in brauchst du die Hände, und meistens stehst du dabei oder bewegst dich. Je nach dem Arbeitsschritt, an dem du bist, zum Beispiel bei der Montage oder Demontage, kann es vorkommen, dass du während einiger Stunden oder auch mal während eines ganzen Tages hin und wieder schwere Gegenstände tragen musst. An solchen Tagen kannst du dir das Krafttraining mit gutem Gewissen sparen!
Anlagen- und Apparatebauer/-innen sind gefragte Berufsleute. Und auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind attraktiv und vielfältig. Du kannst nach der Lehre eine Berufsprüfung (BP) absolvieren, zum Beispiel als Schweissfachmann/-frau, und darauf aufbauend eine höhere Fachprüfung (HFP), zum Beispiel als dipl. Produktionsleiter/in Industrie. Oder du kannst an einer Höheren Fachschule (HF) einen Bildungsgang in einem verwandten Fachbereich absolvieren.
Bereits während deiner vierjährigen Lehre als Anlagen- und Apparatebauer/-in kannst du an der Berufsfachschule parallel die Berufsmaturität machen (BM1) und, wenn alles erfolgreich verläuft, beim Lehrabschluss gleichzeitig mit deinem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) auch dein Berufsmaturitätszeugnis entgegennehmen. Du kannst die Berufsmaturität auch nach der Lehre in einem zusätzlichen Jahr absolvieren (BM2). Mit der BM kannst du an einer Fachhochschule studieren. Willst du an der Universität studieren, musst du noch die einjährige so genannte Passerelle absolvieren.